Autor: Helmut Gladbach

  • Zukunft sichern: Bürgerliste will Zentrum für Medizin, Pflege und Familie

    Die Bürgerliste Eichenzell bringt ein zukunftsweisendes Projekt auf den Weg: Ein „Zentrum für Medizin, Pflege und Familie“, das ärztliche Versorgung, medizinische Dienstleister, Kinderbetreuung sowie Unterstützung für Seniorinnen und Senioren an einem Ort bündelt. Ziel ist es, die langfristige Daseinsvorsorge in Eichenzell strukturell zu stärken – generationenübergreifend und nachhaltig.

    Konkret handelt es sich um einen Prüfauftrag an den Gemeindevorstand. Dieser soll geeignete Grundstücksoptionen evaluieren, ein Raum- und Funktionsprogramm entwickeln sowie Gespräche mit potenziellen Nutzerinnen und Nutzern führen. Bereits im Sommer sollen nach dem Willen der Bürgerliste tragfähige Konzepte vorliegen.

    Das Grundstück soll an einem verkehrsgünstigen Standort etabliert werden, vorzugsweise mit Anbindung an Bus und Bahn. Eine gute Erreichbarkeit ist entscheidend – für Patientinnen und Patienten, Familien, Seniorinnen und Senioren sowie für medizinisches Fachpersonal. Konkrete Optionen, etwa in Bahnhofsnähe in Welkers, liegen auf dem Tisch und sollen geprüft werden.

    Für die Bürgerliste steht fest, dass dieses Projekt weit mehr als ein einzelnes Bauvorhaben ist. Oliver Kümmel, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Bürgerliste, betont: „Wir treffen hier eine echte Zukunftsentscheidung für unsere Gemeinde. Wir wollen etwas schaffen, das Eichenzell dringend braucht: eine verlässliche medizinische Versorgung, gute Rahmenbedingungen für Familien und kurze Wege für ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger.“ Das geplante Zentrum sei daher „eine Investition in die Zukunft aller Generationen“.

    Auch Fraktionsvorsitzender Joachim Weber unterstreicht den strategischen Charakter des Vorhabens: „Die Gemeinde versteht sich bewusst als Initiatorin, nicht als Umsetzerin. Unser Ziel ist es, neue Wege zu gehen, die notwendigen Partner frühzeitig einzubinden und ein wirtschaftlich tragfähiges Modell zu entwickeln.“ Auf diese Weise könne die langfristige Daseinsvorsorge gesichert werden, ohne den kommunalen Haushalt zu belasten.

    Das geplante Zentrum soll unter anderem Raum für mehrere Arztpraxen der medizinischen Grundversorgung bieten, Flächen für medizinische Dienstleistungen wie Physiotherapie oder Ergotherapie vorhalten, Erweiterungsoptionen für Facharzt-Zweigpraxen ermöglichen sowie eine Seniorentagespflege integrieren. Zudem sind fünf U3-Gruppen in der Kindertagespflege mit einem strukturierten Vertretungsmodell vorgesehen.

    Die Umsetzung ist über einen externen Investor geplant. Die Gemeinde übernimmt keine Bauträgerschaft, sondern schafft die planungsrechtlichen Voraussetzungen und begleitet das Projekt moderierend.

    Abschließend macht die Bürgerliste deutlich, dass es hierbei nicht um Symbolpolitik, sondern um Verantwortung geht. „Wir gestalten heute die Grundlagen für das Eichenzell von morgen“, so Kümmel. „Wenn wir medizinische Versorgung sichern, Familien stärken und älteren Menschen wohnortnahe Unterstützung ermöglichen, dann sichern wir Lebensqualität, Zusammenhalt und Zukunft gleichermaßen.“

    Mit dem Prüfauftrag setzt die Bürgerliste ein klares Signal: Eichenzell soll auch in den kommenden Jahrzehnten ein lebenswerter, starker und solidarischer Ort für alle Generationen bleiben.

  • Kommunalwahl 2026

    Joachim Weber, Fraktionsvorsitzender der Bürgerliste:

    „Wenn wir jetzt nicht handeln, wächst das jährliche Defizit bis 2029 auf über 5 Millionen Euro jährlich, gleichzeitig steuert Eichenzell auf rund 28 Millionen Euro neue Schulden zu – das wäre eine finanzielle Verdopplung auf über 50 Mio. Euro in nur vier Jahren. Dann entscheiden nicht mehr wir, sondern Aufsichtsbehörden über Kürzungen bei Vereinen, Kultur und Ehrenamt. Genau deshalb habe ich bereits heute Morgen Bürgermeister, Kämmerer und die Fraktionsvorsitzenden zu einem ersten gemeinsamen Arbeitstreffen aufgefordert, um den Beschluss der Gemeindevertretung von Gestern umzusetzen. Wir werden einen Haushalt und ein Sanierungskonzept bis ende Februar beschlussreif hinbekommen, wenn wir alle an einem Strang ziehen. Wir müssen jetzt mit Mut und Weitsicht die Arbeit machen, bei der wir als Fraktionen in den letzten Monaten außen vor gelassen wurden.“

    Pressemeldung 

    Haushaltslage spitzt sich zu: Bürgerliste mahnt nachhaltige Lösungen an

    Die finanzielle Situation der Gemeinde Eichenzell verschärft sich in alarmierendem Tempo. Nach aktuellen Planungen steigen die jährlichen Defizite von 1,4 Millionen Euro im Jahr 2026 auf über 5,3 Millionen Euro bis 2029. Gleichzeitig sind weiterhin Investitionen auf historischem Rekordniveau vorgesehen. Die Folge: eine massive Neuverschuldung, die den Schuldenstand der Gemeinde innerhalb weniger Jahre fast verdoppeln würde.

    „Wir sprechen über rund 28 Millionen Euro neue Schulden bis 2029. Das ist kein schleichender Prozess mehr, das ist eine strukturelle Schieflage“, erklärt Joachim Weber, Fraktionsvorsitzender der Bürgerliste Eichenzell. „Wenn wir diesen Kurs fortsetzen, verlieren wir sehr schnell unsere finanzielle Handlungsfähigkeit.“

    Trotz angespannter Haushaltslage plant die Gemeinde allein für das Jahr 2026 Investitionen von knapp zehn Millionen Euro, in den Folgejahren teilweise noch höhere Summen. Gleichzeitig schrumpfen die Rücklagen rapide, der Ergebnishaushalt ist dauerhaft defizitär. Nach Einschätzung des Kämmerers droht bereits im kommenden Jahr ein Haushaltssicherungskonzept.

    „Ein Haushaltssicherungskonzept bedeutet nichts anderes als einen finanziellen Notfallmodus“, so Weber weiter. „Dann entscheidet nicht mehr die Gemeindevertretung, sondern die Kommunalaufsicht. Vereinsförderungen, Zuschüsse für Ehrenamt, Kultur-, Jugend- und Seniorenarbeit stünden zur Disposition oder würden vollständig wahrscheinlich gestrichen.“

    Vor diesem Hintergrund lehnt die Bürgerliste Eichenzell den Haushalt in der vorliegenden Form ab. Gleichzeitig betont die Fraktion ausdrücklich ihre Bereitschaft, konstruktiv an Lösungen mitzuwirken. Ziel sei es, einen klaren Kurswechsel einzuleiten, bevor externe Vorgaben unausweichlich werden.

    Die Bürgerliste fordert tragfähige Konzepte zur Eindämmung der Kosten – auch bei Pflichtaufgaben. Dazu zählen unter anderem eine deutliche Reduzierung der Defizite im Bereich der Kinderbetreuung, eine Begrenzung der stark steigenden Personalkosten, eine Halbierung des Investitionsvolumens sowie der Verzicht auf Projekte mit geringem Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger. Auch die Überprüfung von Standards, eine realistische Gebührenpolitik und eine konsequentere Digitalisierung der Verwaltung seien notwendig.

    „Ein Kurswechsel ist kein sozialer Kahlschlag“, stellt Weber klar. „Im Gegenteil: Nur wenn wir jetzt Prioritäten setzen und ehrlich sagen, was wir uns noch leisten können und was nicht, sichern wir langfristig das, was Eichenzell ausmacht.“

    Die Bürgerliste hat  daher den gemeinsamen Antrag der Fraktionen, den Haushalt zunächst an den Haupt- und Finanzausschuss zurückzuverweisen und parallel ein kurz-, mittel- und langfristiges Haushaltssanierungskonzept zu erarbeiten, unterstützt. Ziel ist es, den Haushalt zeitnah im Februar gemeinsam mit einem belastbaren Sanierungs- und Zukunftskonzept zu verabschieden und ein Haushaltssicherungskonzept zu vermeiden.

    „Ich habe bereits heute Morgen bei den Fraktionsvorsitzenden, Bürgermeister und Kämmerer um einen ersten Termin zu Beginn der kommenden Woche gebeten um den Beschluss der Gemeindevertretung umzusetzen. Jetzt ist der Moment für Verantwortung, Ehrlichkeit und Disziplin“, so Weber abschließend. „Wenn wir heute nicht handeln, werden wir morgen handeln müssen – unter Zwang und mit deutlich härteren Einschnitten.“

  • Bürgerliste Eichenzell warnt vor Haushaltscrash – Rekordschulden und große Defizite

    Die Bürgerliste wart vor einer Dramatischen Haushaltslage und möchte Steuererhöhungen und Einzelmaßnahmen ohne kurz- und mittelfristiges Gesamtkonzept verhindern.

    Die Bürgerliste Eichenzell schlägt Alarm: Der Haushaltsentwurf 2026 der Gemeinde ist mit einem Defizit von rund 1,4 Millionen Euro im Ergebnishaushalt angesetzt. Ausgeglichen werden kann dieser Fehlbetrag nur durch das Aufzehren der Rücklagen – ein einmaliger Lückenschluss, der die strukturellen Probleme verdeckt und trotzdem zu Defiziten führt. Gleichzeitig plant die Gemeinde Investitionen von insgesamt ca. 9,3 Mio. €. Diese Vorhaben sollen überwiegend auf Kredit finanziert werden: Über 5 Mio. € neue Schulden sind vorgesehen, womit der Gesamtschuldenstand geschätzt auf über 30Mio. € ansteigen würde.

    Um die Ertragssituation zumindest kurzfristig zu verbessern, sieht der Entwurf erhöhte Steuersätze vor, nur damit kann ein noch höheres Defizit vermieden werden: Die Gewerbesteuer soll auf 400 %, die Grundsteuer B auf 335 % und die Grundsteuer A auf 410 % steigen. Diese Steuererhöhungen stabilisieren zwar die Einnahmenbasis, lösen aber nicht die zugrunde liegenden strukturellen Finanzprobleme der Gemeinde.

    Ein Blick auf die mittelfristige Finanzplanung verstärkt diese Sorge. Jedes Jahr bis 2028 sind Investitionen in ähnlicher Größenordnung vorgesehen – über 10 Mio. € jährlich (2026 und 2027 jeweils ~10,9 Mio. €, 2028 sogar über 12 Mio. €). Aus Sicht der Bürgerliste steuert Eichenzell damit ohne Kurswechsel auf einen Haushaltskollaps zu. Zumal zusätzliche Belastungen noch gar nicht berücksichtigt sind, die aber am Horizont bereits erkennbar sind: Eine voraussichtlich um ca. 1 Mio. € höhere Kreisumlage, über 1 Mio. € an jährlichen Betriebskosten für neue Kindertagesstätten, steigende Personalkosten sowie steigende Zins- und Tilgungszahlungen aufgrund der Schuldenlast kommen voraussichtlich noch hinzu. Dies alles bei geplanten hohen Steuereinnahmen.

    Der zuständige Kämmerer Simon Herr hatte in den letzten Sitzungen bereits ausdrücklich gewarnt, dass schon 2027 ein Haushaltssicherungskonzept notwendig werden könnte – weil die ordentlichen Erträge dann nicht einmal mehr ausreichen würden, um die Kredittilgung zu decken. Ein solches Haushaltssicherungskonzept würde bedeuten, dass sämtliche freiwilligen Leistungen der Gemeinde (z. B. Vereinsförderung, Kulturangebote, etc.) der strikten Kontrolle der Kommunalaufsicht unterstellt würden. Es fehlt aus Sicht der Bürgerliste ein Gesamtkonzept, wie Eichenzell langfristig aus der finanzpolitischen Schieflage geführt werden kann.

    Angesichts dieser Entwicklung fordert die Bürgerliste Eichenzell ein Umdenken: Schluss mit Stückwerk – die Gemeinde braucht ein ehrliches, klares und langfristiges Sanierungskonzept statt immer neuer Löcherstopferei.

    „Die Bürger müssen jetzt erst mal ehrlich informiert werden, was auf Sie zukommt. Wir fordern ein gemeinsames und entschlossenes Handeln. Dem Bürger müssen wir klar aufzeigen, wie die Situation ist und wie wir die Probleme langfristig angehen. Einzelne Steuererhöhungen wie aktuell geplant, ohne langfristige Perspektive, sind der falsche Weg.“, so Joachim Weber, Fraktionsvorsitzender Bürgerliste Eichenzell

    Die Bürgerliste kündigt eine Initiative an, den Haushalt an den Haupt- und Finanzausschuss zurückzuverweisen mit der Aufgabenstellung, dass bis zur erneuten Beschlussfassung ein mittel- und langfristiges Sanierungskonzept vorliegt. „Das gibt uns die Luft Entscheidungen mit Maß zu treffen und nicht die Fraktionen mit Streichvorschlägen gegeneinander auszuspielen. Wir brauchen langfristige tragbare Konzepte.“, so Joachim Weber mit einem Apell an alle Fraktionen.



  • Kommunalwahl

    Guten Morgen zusammen,
    der Wahlausschuss hat am 16.01.26 Wahlvorschläge aller Listen in Eichenzell bestätigt. Damit sind Bürgerliste, CDU, SPD, FDP und CWE zur Wahl zugelassen. Ein wichtiger Schritt für die Wahl am 15. März. Jetzt geht es los.

  • Bürgerliste Eichenzell besucht Papperts hochmodernes Backhaus

    Die Bürgerliste Eichenzell hat kürzlich die neue Zentrale der Bäckerei Pappert in Eichenzell-Rönshausen besichtigt. Rund 20 Mitglieder der Wählergemeinschaft erhielten dabei interessante Einblicke in die Ziele des Familienunternehmens, aktuelle Herausforderungen und die erfolgreiche Umsetzung des Großprojekts am Standort Eichenzell.

    Einblicke in eine Bäckerei der Superlative

    Geschäftsführer Manfred Klüber führte die Besucher gemeinsam mit seiner Tochter Laura Klüber durch den hochmodernen Neubau und erläuterte die Abläufe der Brot- und Brötchenproduktion im Pappert Backhaus. Die neue Produktionsstätte umfasst rund 16.800 Quadratmeter und zählt zu den modernsten und nachhaltigsten Bäckereien Deutschlands. In dem Werk[TB1]  können bis zu 1.700 Brote pro Stunde und täglich etwa 150.000 Brötchen hergestellt werden – dennoch handele es sich weiterhin um einen handwerklich geprägten Familienbetrieb. Pappert betreibt mittlerweile über 170 Fachgeschäfte mit rund 2.000 Beschäftigten, davon etwa 300 am neuen Standort in Eichenzell. Um diese Filialen auch künftig zuverlässig zu versorgen, hat das Traditionsunternehmen einen zweistelligen Millionenbetrag in den neuen Standort investiert.

    Austausch über Mittelstand und Zukunft

    Im anschließenden Gespräch tauschten sich die Vertreter der Bürgerliste mit der Geschäftsführung über aktuelle Herausforderungen aus. Themen waren unter anderem der Wirtschaftsstandort Deutschland, Probleme des Mittelstands sowie die Übergabe des Betriebs an die nächste Generation. Pappert ist als Familienunternehmen bereits in siebter Generation aktiv und der Nachwuchs aus den Familien Pappert und Klüber arbeitet schon heute im Betrieb mit. Geschäftsführer Manfred Klüber würdigte in diesem Zusammenhang die Unterstützung der Eichenzeller Kommunalpolitik bei der Verwirklichung des Neubauprojekts und betonte die Bedeutung verlässlicher Rahmenbedingungen für den Mittelstand.

    Auch seitens der Besucher gab es viel Lob. Die Gäste zeigten sich besonders beeindruckt von den vielen Innovationen und Superlativen sowie den vielfältigen Ansätzen, mit denen Pappert Fachkräfte gewinnt und bindet – von modern ausgestatteten Arbeitsplätzen über Mitarbeiter-Fitnessangebote bis hin zu einem Café im Backhaus. „Wir sind stolz, ein so modernes und gleichzeitig traditionsbewusstes Unternehmen hier in Eichenzell zu haben. Solche Betriebe sichern Arbeitsplätze und machen unsere Gemeinde zukunftsfähig“, erklärte Joachim Weber, Fraktionsvorsitzender der Bürgerliste Eichenzell und bedankte sich für die beeindruckenden Einblicke.


  • Offene Diskussion statt Wahlkampf-Polemik: Bürgerliste kritisiert CDU-Darstellung zum Kindergarten-Beschluss

    Eichenzell, 9. November 2025

    Die Bürgerliste Eichenzell weist die jüngsten Darstellungen der CDU zum geplanten sechszügigen Kindergarten entschieden zurück. „Die CDU stellt den Sachverhalt bewusst falsch dar. Wir stehen vor rekordverdächtigen Defiziten im Haushalt und Rekordschulden. Wer da nicht hinterfragt und nur aus Parteigehorsam „durchwinken möchte“ kommt seiner Verantwortung nicht nach“, kritisiert Joachim Weber, Fraktionsvorsitzender der Bürgerliste. „Offene Diskussionen über die Notwendigkeit und verschiedene Umsetzungsmöglichkeiten seien jedoch klassische Ausschussarbeit und die Grundlage unserer Demokratie.“, betont Weber.

    Weber stellt klar, dass verantwortungsvolles Handeln eine sorgfältige Prüfung von Alternativen und das Hinterfragen aller Annahmen erfordert – gerade bei einer Investition von 10 bis 15 Millionen Euro. „Wer Verantwortung übernimmt, nickt ein Projekt dieser Größenordnung nicht unbesehen ab“, so Weber. Es sei billige Polemik im Bürgermeisterwahlkampf, wenn man solche berechtigten Prüfungen als Verzögerung oder fehlenden Willen darstelle.

    Zugleich unterstreicht die Bürgerliste, dass sie dem von SPD-Fraktionsvorsitzendem Lutz Köhler eingebrachten Vorschlag zugestimmt hat, den Kindergarten von einem externen Investor bauen zu lassen. Hintergrund dieser Entscheidung ist, dass in den vergangenen Jahren alle großen Bauprojekte der Gemeinde deutlich teurer geworden sind und erheblich länger gedauert haben als geplant. Diese Entwicklung hat Eichenzell Millionen gekostet und wesentlich zu einem Schuldenberg von rund 25 Millionen Euro (plus ca. 10 Millionen Euro Schulden im Eigenbetrieb) beigetragen. „Es ist richtig, solche Risiken für die Zukunft durch alternative Modelle zu vermeiden. Deshalb haben wir den Vorschlag von Lutz Köhler unterstützt, um den Aufgaben in der Kinderbetreuung gerecht zu werden, ohne unseren Haushalt weiter zu belasten.“, erklärt Weber.

    Abschließend betont Weber, dass alle Gemeindevertreter, den von Köhler und der SPD vorgeschlagenen Weg einstimmig mitgetragen haben. Die Entscheidung für den sechsgruppigen Kindergarten mit externem Finanzierungsmodell sei ein wichtiger Schritt für eine familienfreundliche Zukunft in Eichenzell. „Das ist eine gute Entscheidung, und falsche Polemik wird dieser Sache nicht gerecht“, so Weber abschließend.

  • Ärztliche Versorgung neu denken – gemeinsam handeln

    Eichenzell, 8. November 2025

    Die Bürgerliste Eichenzell hat gemeinsam mit SPD und FDP einen Antrag zur Einrichtung einer Arbeitsgruppe „Medizinische Versorgung & Senioren-Tagespflege“ in der Gemeindevertretung eingebracht. Damit unterstreicht die Bürgerliste ihre Positionierung bei diesem Thema. Seit ihrer Gründung engagiert sich die unabhängige Wählergemeinschaft für eine bessere ärztliche Versorgung in Eichenzell. Der aktuelle gemeinsame Antrag mit SPD und FDP gilt als zukunftsweisender Schritt und als Ausdruck entschlossenen Handelns der drei Fraktionen, um die Gesundheitsversorgung vor Ort nachhaltig zu sichern.

    Angesichts des demografischen Wandels und des landesweiten Hausärztemangels will die Bürgerliste nicht länger nur auf akute Engpässe reagieren, sondern vorausschauend planen und handeln. Ziel der geplanten Arbeitsgruppe „Medizinische Versorgung & Senioren-Tagespflege“ ist es, innerhalb kürzester Zeit ein konkretes Konzept für ein integriertes Gesundheitszentrum in Eichenzell zu erarbeiten und einen passenden Standort zu finden. Ein zentraler Ansatz dabei: die Verzahnung der hausärztlichen Versorgung mit einer Seniorentagespflege und anderen medizinischen Dienstleistern unter einem Dach. Dieses integrative Modell schafft Synergien – Seniorinnen und Senioren profitieren von unmittelbarer ärztlicher Nähe, während Hausärzte durch moderne Infrastruktur und ein erweitertes Umfeld an Dienstleistungen entlastet werden. Ein solches Zentrum würde Eichenzell sowohl für Ärztinnen und Ärzte als auch für ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger attraktiver machen.

    Gleichzeitig bleibt die Versorgungslage angespannt. Zwar sind neue Arztsitze geschaffen worden, aber es haben ebenso viele Ärztinnen und Ärzte ihre Praxistätigkeit in Eichenzell beendet. Die Bürgerliste sieht daher dringenden Handlungsbedarf. Nur mit einem ganzheitlichen, zukunftsorientierten Konzept lassen sich Abwanderungen stoppen und neue Ärzte für den Standort gewinnen oder bestehende Praxen erweitern.

    Fraktionsvorsitzender Joachim Weber zeigt sich entschlossen: „Wir dürfen nicht länger nur reagieren und uns mit Einzellösungen zufriedengeben – wir müssen jetzt handeln, damit Eichenzell auch in Zukunft gut ärztlich versorgt ist. Mit dem neuen Antrag machen wir deutlich: Wir handeln und gestalten die Zukunft unserer Gemeinde aktiv mit und unterstützen die Verwaltung bei diesem wichtigen Thema mit Expertise aus der Gemeindevertretung. Eichenzell braucht maximale Attraktivität für Ärztinnen und Ärzte, damit wir langfristig eine gute Versorgung haben.“

    Die Bürgerliste Eichenzell sendet mit diesem Vorstoß ein klares Signal für eine innovative und gemeinschaftliche Lösung. „Ärztliche Versorgung neu denken – gemeinsam handeln“ lautet das Leitmotiv, mit dem sie die medizinische Daseinsvorsorge vor Ort langfristig auf ein stabiles Fundament stellen möchte.