Bürgerliste Eichenzell mit starker Liste für die Kommunalwahl 2021

Die Bürgerliste setzt mit über 40 Kandidaten für die Gemeindevertretung und die Ortsbeiräte in sieben Ortsteilen ein starkes Signal für die Kommunalwahl 2021. Wichtigste Themen sind Ärzteversorgung, Familie und Generationen, Klima- und Umweltschutz sowie die Digitalisierungsprojekte rund um das Projekt Smart City.

Mitgliederversammlung der Bürgerliste im Bürgerhaus in Rothemann

Eichenzell. Die Bürgerliste hat auf Ihrer kürzlich stattgefundenen Mitgliederversammlung über 40 Kandidaten für die Kommunalwahl im März nächsten Jahres aufgestellt. „Die Liste ist ein starkes Signal. Wir haben in diesem Jahr viele neue Mitglieder und Kandidaten gewinnen können, die unseren Kurs und innovative Politik unterstützen. Besonders stolz macht mich die Breite durch viele Berufsgruppen, Altersgruppen und Ortsteile. Wir repräsentieren die Mitte der Gesellschaft sowohl mit unseren Themen als auch mit unseren Kandidaten. Unsere moderne Politik steht für Transparenz und Orientierung an den Themen der Bürger. Unser Motto „Bürger statt Parteien“ und damit verbunden eine Wertschätzung, an dem was den Bürger bewegt, ohne die übliche Parteipolitik mit Blick auf Land, Bund und Landkreis, zeichnet die Bürgerliste gegenüber den klassischen Parteien aus.“, so Joachim Weber, der die Wahlliste zur Gemeindevertretung gemeinsam mit Ingrid Fritsch anführt. 

Vor den Wahlen zu den Kandidatenlisten gab Weber einen kurzen Überblick über die Arbeit der vergangenen Jahre. Die Bürgerliste war 2016 als zweitstärkste Kraft in die Gemeindevertretung eingezogen. Seitdem habe sie die Politik in der Gemeinde als aktivste politische Kraft maßgeblich mitgestaltet. Zu den wichtigsten Erfolgen gehörten die Abschaffung der Straßenbeiträge, eine neue Vereinsförderung, Weichenstellung für eine bessere medizinische Versorgung, die Arbeitsgruppe Lärmschutz sowie verschiedenste Projekte für Umwelt- und Klimaschutz. Die härteste Arbeit sei allerdings die Verhinderung einer riesigen Brecheranlage zwischen den Ortschaften Kerzell, Löschenrod und Eichenzell gewesen.

„Wir haben viel erreicht und wie keine andere politische Kraft die Kommunalpolitik mit über 60 Anträgen und Anfragen geprägt. Unsere Ziele, die wir uns im Wahlprogramm 2016 gesteckt haben, wurden zu einem großen Teil erreicht. Darauf können wir wirklich stolz sein. Dass permanent öffentlich versucht wurde und wird, uns in ein schlechtes Licht zu rücken, ist eine durchschaubare schwache Antwort auf unsere erfolgreichen Aktivitäten ohne Fraktionszwang.“, so Joachim Weber.

Für die nächsten Jahre stehen laut Bürgerliste große Themen auf der Tagesordnung. Kurzfristig seien die Einnahmeausfälle in Millionenhöhe durch die Corona Pandemie zu lösen. Das Thema Ärzteversorung, Kinderbetreuung, Seniorenarbeit, Klima und Umwelt aber auch die Digitalisierung und Ansiedlung von modernsten Arbeitsplätzen seien Themen, die Eichenzell in den nächsten Jahren bewegen werden. „Corona hat uns durch viele Planungen einen Strich durch die Rechnung gemacht, aber es ergeben sich auch neue Chancen. Investitionen sind so günstig wie nie zu finanzieren und die Zuschüsse sprudeln. Jetzt geht es aber vor allem darum, für Eichenzell sinnvoll und nachhaltig zu investieren, generationengerecht zu planen und nicht die Fördergelder zu konsumieren. Mit einem Investitionsvolumen von über 16 Mio. Euro und einem Fördervolumen von knapp 11 Mio. Euro wird alleine im Rahmen des Smart City Projekt die Gemeinde Eichenzell gefördert. Dieses Geld muss absolut sinnvoll in neue Produkte „Made in Eichenzell“ investiert werden, die uns langfristig neue Einnahmen ermöglichen, mit denen wir z.B. Kinderbetreuung, eine gute Familienpolitik, Seniorentagespflege, Vereinsförderung und Klimaschutz auch in Zukunft nachhaltig finanzieren können.“, sagte Joachim Weber zum Abschluss einer lebhaften und kreativen Diskussion der Kandidaten und Mitglieder im Bürgerhaus Rothemann.

Die Liste der Kandidaten für die Gemeindevertretung:

  1. Joachim Weber, Informatiker, Eichenzell
  2. Ingrid Fritsch, Geschäftsführerin, Eichenzell
  3. Oliver Kümmel, Polizeibeamter, Löschenrod
  4. Christian Meier, Dipl.-Ing., Eichenzell
  5. Dieter Kolb, Chemiemeister, Rothemann
  6. Reinhold Stier, Diplom Pädagoge, Kerzell
  7. Birte Karner, Geschäftsführerin, Löschenrod
  8. Christoph Jestädt, Geschäftsführer, Kerzell
  9. Martin  Schulta, selbstständiger Fliesenlegermeister, Lütter
  10. Günter Wohlerdt, Rentner, Eichenzell
  11. Tobias Wess, Architekt, Löschenrod
  12. Helmut Gladbach, Pensionär, Eichenzell
  13. Monika Dehler, Dipl. Sozialpädagogin, Eichenzell
  14. Andreas Böhm, Landwirt, Kerzell
  15. Karl Wolfgang Weber, Rentner, Eichenzell
  16. Gerrit Baier, Kriminalbeamter, Eichenzell
  17. Christa Grösch, Bankkauffrau,  Lütter
  18. Harald  Leitschuh, Schichtleiter Getränkeindustrie, Welkers
  19. Daniel  Auerbach, Dipl.-Ing, Büchenberg
  20. Gerhard Dehler, Polizeibeamter, Eichenzell
  21. Lothar Jestädt, Elektrotechniker, Eichenzell
  22. Rita Wess, Rentnerin, Eichenzell
  23. Katja Schmirler-Wortmann, Dipl. Sozialpädagogin, Kerzell
  24. Torsten Etzel, Angestellter, Eichenzell
  25. Phillip Schaus, Dipl. Betriebswirt (FH), Löschenrod
  26. Silvia Mahr, Angestellte, Eichenzell
  27. Angelika Jestädt, Technische Zeichnerin, Eichenzell
  28. Markus Bolz, KFZ-Mechaniker, Lütter
  29. Norbert Leitschuh, Fleischermeister, Rothemann
  30. Kay Herber, Angestellter, Eichenzell
  31. Eckard  Diegelmann, Angestellter, Kerzell
  32. Peter Rothenbücher, Selbstständiger, Löschenrod
  33. Andreas Schmitt, Angestellter Versicherungsfachmann, Löschenrod
  34. Anika Engelhard, Dipl. Sozialpädagogin (Univ.), Welkers
  35. Magdalena Kümmel-Nowakowski, Gestalterin für visuelles Marketing, Löschenrod
  36. Arno Jestädt, Bauzeichner, Eichenzell
  37. Thomas Stey, Gymnasiallehrer, Eichenzell
  38. Harald Jürgen Fritsch, Geschäftsführer,               Eichenzell
  39. Dietmar Dehler, Informatiker, Eichenzell

Die Liste der Kandidaten für den Ortsbeirat Eichenzell:

  1. Christian Meier, Dipl.-Ing.
  2. Rita Wess, Rentnerin
  3. Helmut Gladbach, Pensionär
  4. Silvia Mahr, Angestellte
  5. Karl Wolfgang Weber, Renter
  6. Monika Dehler, Dipl. Sozialpädagogin
  7. Günter Wohlerdt, Rentner
  8. Angelika Jestädt, Technische Zeichnerin
  9. Kay Herber, Angestellter
  10. Torsten Etzel, Angestellter

Die Liste der Kandidaten für den Ortsbeirat Löschenrod:

  1. Oliver Kümmel, Polizeibeamter
  2. Birte Karner, Geschäftsführerin
  3. Tobias Wess, Architekt
  4. Andreas Schmitt, Angestellter Versicherungsfachmann
  5. Philip Schaus, Dipl. Betriebswirt
  6. Timo Schmitt, Kaufmann
  7. Magdalena Kümmel-Nowakowski, Gestalterin für visuelles Marketing
  8. Peter Rothenbücher, selbstständiger Friseurmeister
  9. Jutta Lindenthal, Polizeibeamtin

Die Liste der Kandidaten für den Ortsbeirat Kerzell:

  1. Christoph, Jestädt, Geschäftsführer
  2. Eckard Diegelmann, Angestellter
  3. Andreas Böhm, Landwirt
  4. Reinhold Stier, Diplom- Pädagoge
  5. Katja Schmirler-Wortmann Dipl.- Sozialpädagogin

Die Liste der Kandidaten für den Ortsbeirat Rothemann:

  1. Dieter Kolb, Chemiemeister
  2. Norbert  Leitschuh, Fleischermeister

Die Liste der Kandidaten für den Ortsbeirat Büchenberg:

  1. Daniel Auerbach, Dipl.-Ing.

Die Liste der Kandidaten für den Ortsbeirat Welkers:

  1. Harald Leitschuh, Schichtleiter Getränkeindustrie
  2. Annika Engelhard, Diplom Pädagogin (Univ.)

Die Liste der Kandidaten für den Ortsbeirat Lütter:

  1. Martin Schulta, selbstständiger Fliesenlegermeister
  2. Markus  Bolz, KFZ-Mechaniker
  3. Ute Dux, Hausfrau
  4. Roland Schreiner, Elektromeister

Bürgerliste kritisiert jüngste Vergabe von Gewerbegrundstücken

Bürgerliste kritisiert jüngste Vergabe von Gewerbegrundstücken – SmartCity muss vor allem innovative und zukunftsfähige Arbeitsplätze bedeuten

Aus Sicht der Bürgerliste sei die Einnahmeseite der Gemeinde Eichenzell zu großen Teilen durch die Gewerbesteuer geprägt. Insbesondere durch die Industrie- und Gewerbegebiete habe Eichenzell im Gegensatz zu anderen Kommunen hohe Einnahmen aus der Gewerbesteuer, die in den letzten Jahren in der Spitze auf Beträge zwischen sieben und acht Mio. angewachsen waren, was somit ca. 30 % bis 40% der Erträge ausgemacht habe.

„Wichtig für die Entwicklung von Eichenzell ist es, Unternehmen mit einer hohen Wertschöpfung und mit modernsten Arbeitsplätzen. Diese Mischung ist ein Garant für eine weiter überproportionale Entwicklung, insbesondere bei unseren Steuereinnahmen.“, so Gerhard Dehler, Fraktionsvorsitzender der Bürgerliste.

Gerhard Dehler, Fraktionsvorsitzender der Bürgerliste

Bei der jüngsten Gemeindevertretersitzung wurde die Ansiedlungspolitik in Verbindung mit der Vergabe eines der letzten Grundstücke im Industriegebiet Welkers ausführlich und kontrovers diskutiert. Die Bürgerliste fordert schon seit Jahren, mehr Fokus auf Unternehmen aus den Bereichen Engineering, IT, Telemedizin, Digitalisierung, Medien und Design sowie dem Dienstleistungsbereich zu legen.

Joachim Weber, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Bürgerliste

„Bei einer der letzten Grundstücksvergaben bewarb sich ein alteingesessenes und innovatives Eichenzeller Unternehmen. Geplant war eine Erweiterung mit neuen Geschäftsmodellen und ein Bürogebäude mit 4.800qm Fläche auf 3 Etagen. Das Gebäude sollte neben dem heutigen Sitz des Unternehmens entstehen. Erweiterungen auf der bestehenden Fläche sind für dieses neue Geschäftsfeld nicht mehr möglich, da die vorhandenen Erweiterungsflächen für das bestehende Geschäftsmodell des Unternehmens benötigt werden. Verkauft wurde eines der letzten Grundstücke im Industriepark Rhön an ein Unternehmen, welches darauf die nächste Lager- und Produktionshalle mit einigen Büroarbeitsplätzen errichten möchte. 4.800qm für modernste und innovativste Arbeitsplätze rund um Digitalisierung, SmartHome und modernes sowie energieautarkes Bauen haben wir für Eichenzell erst mal verloren. Auf der einen Seite machen wir ein riesiges „TamTam“ mit „schnellstem Internet der Welt“ und „SmartCity“ und wenn es darum geht, die nächsten 100 bis 200 modernsten Arbeitsplätze nach Eichenzell zu holen, versagen wir aus undurchsichtigen Gründen. Das SmartCity Projekt soll unsere Entwicklung in den nächsten Jahren prägen und darf sich nicht auf das „Konsumieren von Fördergeldern“ beschränken. Wir müssen uns hier zukünftig absolut strategisch aufstellen und dürfen nicht mehr weiter Einzelentscheidungen treffen. Die Bürgerliste hat in den vergangenen Jahren immer wieder das Thema Ansiedlungspolitik und die Schieflage im Interkommunalen Gewerbegebiet auf die politische Tagesordnung gebracht. Wir werden dies auch zu einem Kernthema im Wahlkampf für die Kommunalwahl im März 2021 machen.“, so Joachim Weber, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Bürgerliste.

Ärzteversorgung: Bürgerliste fordert kurzfristige Umsetzung der getroffenen Beschlüsse und ein Sonderbudget „Ärzteversorgung“ im Haushalt

Die Ankündigung des MVZ Rhön, dass die Arztpraxis Dietrich aus Welkers ab April 2021 in das Medizinische Versorgungszentrum Rhön integriert wird und nach Schmalnau umzieht, ist aus Sicht der Bürgerliste ein herber Rückschlag für die Ärzteversorgung in der Gemeinde Eichenzell.  

Gerhard Dehler, Fraktionsvorsitzender der Bürgerliste: „Seit 2016 hat die Bürgerliste das Thema Ärzteversorgung regelmäßig auf die Tagesordnung gebracht. Der Vorgänger im Bürgermeisteramt Dieter Kolb hat mit seiner Haltung „Wir sind nicht zuständig“ letztendlich einen Scherbenhaufen beim Thema Ärzteversorgung hinterlassen. Die Quittung bekommen wir jetzt. Das Schlimme ist, dass dies erst der Anfang von weiteren, für die Eichenzeller Ärzteversorgung nicht vorteilhaften Entwicklungen, sein dürfte. Es ist eine Katastrophe, dass z.B. der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CWE Fraktion, Alfons Schäfer, gebetsmühlenartig seit Jahren sagt, dass wir überversorgt sind und wir keine weiteren Ärzte brauchen. Selbst die jüngsten Anträge der Bürgerliste, das Thema Ärzteversorgung zur Chefsache zu machen und eine langfristige Planung aufzustellen, wurden erst mal monatelang als politischer Spielball genutzt. Wertvolle Zeit ist dabei verloren gegangen, mit dem Resultat der schmerzhaften Abwanderung von mehreren Ärzten.“

Zuletzt wurde durch die Bürgerliste ein Antrag im Dezember 2019 gestellt, in dem die Bürgerliste den Gemeindevorstand aufgefordert hatte, die langfristige Situation der Arztpraxen im Gemeindegebiet zu analysieren. Hintergrund sind mehrere Arztsitze, die aus dem Gemeindegebiet in den vergangenen Jahren abgewandert sind. Weiterhin wurde im Sommer dieses Jahres ein Antrag von der Bürgerliste gestellt, eine mittel- und langfristige Strategie zum Thema Ärzteversorgung für die Gesamtgemeinde mit hoher Priorität unter Einbindung der Fraktionen zu entwickeln und umzusetzen. Beide Anträge fanden schlussendlich eine breite Mehrheit oder mündeten in einen gemeinsamen Initiativantrag.

„Wir müssen jetzt endlich das Thema Ärzteversorgung für Eichenzell zu einem Erfolgsmodell machen. Ärzteversorgung gehört zur Daseinsvorsorge. Wir geben Millionen für Digitalisierung, Smart City, Firmenumsiedlung und Firmenansiedlungen oder Hochwasserschutz aus. Mit dem gleichen Engagement müssen wir gewährleisten, dass unsere Bürger langfristig Zugang zu einer angemessenen medizinischen Versorgung haben.“, so Joachim Weber, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Bürgerliste, weiter.

Dazu kündigt die Bürgerliste erneut ein Maßnahmenpakt an:

  1. Zukünftig sollen mit verbindlicher Regelmäßigkeit die Fraktionsvorsitzenden aber auch, im angemessen Umfang, die Öffentlichkeit über den Fortschritt beim Thema Ärzteversorgung informiert werden. Hierzu wird die Bürgerliste entsprechende Anfragen für die Sitzungen der Gemeindevertretung einbringen
  2. Die Fraktionsvorsitzenden sollten sich verbindlich 1 x pro Quartal zum Thema Ärzteversorgung treffen und den Sachstand austauschen
  3. Die Bürgerliste beantragt eine kurzfristige Sitzung des Ältestenrates, um über die Umsetzung der bereits getroffenen Beschlüsse der Gemeindevertretung zum Thema Ärzteversorgung zu beraten
  4. Im Haushalt soll für das kommende Jahr ein Sonderbudget „Ärzteversorgung“ eingerichtet werden. Die Höhe und der Verwendungszweck soll im Vorfeld mit den Fraktionsvorsitzenden im Zuge der Haushaltsberatungen im Dezember abgestimmt werden.
  5. Für die kommende Sitzung des Ausschusses für Sport, Kultur und Soziales wird eine Beratung zu dem Thema Ärzteversorgung auf die Tagesordnung gesetzt um sicherzustellen, dass der Ausschuss nicht wieder ausfällt, wie es der Vorsitzende Alfons Schäfer bereits fünf Mal in diesem Jahr zugelassen hat.

„Für die Bürgerliste ist das Thema Ärzteversorgung seit ihrer Gründung ein Kernthema, welches sie ähnlich wie beim Thema Lärmschutz oder Straßenbeiträge, so lange und vor allem hartnäckig auf die politische Tagesordnung bringen wird, bis es eine Lösung im Sinne der Bürger gibt. Wir können nur dadurch das Thema priorisieren und immer wieder den Fokus darauf richten. Bürgermeister Rothmund sichern wir volle Unterstützung bei der Umsetzung dieses Themas zu, erste Gespräche wurden bereits in den vergangenen Tagen geführt.“, so Weber abschließend.

Ausschuss bringt drei Anträge der Bürgerliste auf den Weg

Auf der letzten Sitzung des Ausschusses für Sport- Kultur und Soziales wurden gleich drei Anträge der Bürgerliste auf den Weg gebracht. Der Ausschuss hatte am vergangenen Mittwoch die erste Sitzung in diesem Jahr, die letzten 5 Sitzungen waren ausgefallen. Auf der letzten Sitzung der Gemeindevertretung wurde dies von dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der Bürgerliste scharf kritisiert und gefordert, dass die an den Ausschuss verwiesenen Anträge jetzt unmittelbar im Ausschuss beraten werden.

Ärztemangel in Eichenzell

Eichenzell soll einen Behindertenbeauftragten auf ehrenamtlicher Basis bekommen. Der Ausschuss gab hierzu einstimmig grünes Licht, nachdem die Bürgerliste dies im November 2019 im Rahmen eines Prüfauftrages an den Gemeindevorstand beantragt hatte. Hintergrund war, dass in der Vergangenheit verschiedenste Projekte die Regelungen des Hessischen Behindertengleichstellungsgesetzes nicht ausreichend berücksichtigt hatten. Endgültig entscheidet die Gemeindevertretung am kommenden Donnerstag über die Satzung. Dann kann der Behindertenbeauftragte schon ab der kommenden Legislaturperiode in 2021 die Arbeit aufnehmen.

Gleich zwei Anträge zum Thema Ärzteversorgung der Bürgerliste hat der Ausschuss einstimmig verabschiedet. Beim ersten Antrag aus dem Dezember 2019, ging es um eine langfristige Planung der Ärzteversorgung und den Status der Praxen im Gemeindegebiet in den nächsten Jahren. Der Antrag wurde von der Gemeindevertretung an den Ausschuss zur Beratung und Entscheidung verwiesen. Damit wurde nun abschließend beschlossen, diese langfristige Planung auf den Weg zu bringen.

Beraten wurde auch der Initiativantrag zum Thema Ärzteversorgung, den die Bürgerliste für die kommende Sitzung der Gemeindevertretung auf die Tagesordnung gesetzt hatte. Der Ausschuss einigte sich darauf, dieses wichtige Thema als gemeinsamen Antrag aller Fraktionen auf die Tagesordnung der kommenden Sitzung zu bringen. Der Gemeindevorstand wird in dem gemeinsamen Antrag aufgefordert, eine mittel- und langfristige Strategie zum Thema Ärzteversorgung für die Gesamtgemeinde mit hoher Priorität unter Einbindung der Fraktionen zu entwickeln und umzusetzen.

Für Joachim Weber, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Bürgerliste waren diese Anträge eine wichtige Weichenstellung: „Bei dem Thema Ärzteversorgung sind wir seit fünf Jahren am Ball. Wir haben in einer sehr konstruktiven Diskussion viele Möglichkeiten im Ausschuss besprochen, das für Eichenzell wichtige Thema ist auf Kurs und wir bleiben da jetzt mit allen Fraktionen gemeinsam dran. In der Vergangenheit haben wir immer nur gehört, was alles nicht geht. Jetzt haben wir intensiv über das diskutiert, was Eichenzell für die Zukunft braucht und welche Möglichkeiten es gibt. Wir bedanken uns bei Bürgermeister Rothmund für die konstruktive Aufarbeitung des Themas. Ich persönlich wünsche mir, mehr dieser konstruktiven Diskussion in den Ausschüssen im Vorfeld der Gemeindevertreter Sitzungen. Dafür sind die Ausschüsse da.“

Bürgerliste begrüßt Förderprojekt – 10 Mio. für Digitalisierung in Eichenzell

Digitale Produkte Made in Eichenzell

Für Gerhard Dehler, Fraktionsvorsitzenden der Bürgerliste, ist der Zuschlag im „Modellprojekt SmartCity“ wegweisend für Eichenzell: „Mit unserem Glasfasernetz haben wir den Grundstein gelegt, jetzt geht es um die Nutzung der Infrastruktur mit Digitalisierungsprojekten. Wir haben mit dem Förderprojekt eine riesige Chance und die müssen wir jetzt umsetzen und die modernsten Arbeitsplätze und Technologien nach Eichenzell holen. Dazu zählt insbesondere auch das Thema Telemedizin, dazu haben wir schon letzte Woche einen Antrag für die kommende Gemeindevertretersitzung gestellt. Jetzt brauchen wir die richtigen Fachleute und die besten Ideen und dann schaffen wir die Basis für eine innovative Zukunft und sichern der Gemeinde langfristige Einnahmen.“

Die Bürgerliste regt hierzu einen öffentlichen Dialog und Ideenwettbewerb an. „Mit diesem Projekt bietet sich eine einmalige Gelegenheit, Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen mitzunehmen und eine breite Basis für die besten Ideen sowie eine begeisternde Umsetzung in den nächsten Jahren zu schaffen. Wir freuen uns auf neue Dienstleistungen und Produkte „Made in Eichenzell“. Das Förderprojekt gibt uns dazu jetzt alle Hebel in die Hand“, so Joachim Weber, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Bürgerliste.

SPD und Bürgerliste wollen Einstellung eines Digitalisierungsbeauftragten

SPD und Bürgerliste Eichenzell wollen im Zuge des Modellprojektes „Smart Cities“ prüfen lassen, ob die Stelle eines Digitalisierungsbeauftragten kurzfristig seitens des Gemeindevorstands ausgeschrieben werden kann. Ein entsprechender gemeinsamer Antrag wird zur nächsten Gemeindevertretersitzung eingebracht.

Das Logo für das Projekt Smart City

Die Gemeinde Eichenzell hatte vor einigen Tagen den Zuschlag erhalten, eines von 32 ausgewählten Projekten zu sein. Mit „Smart Cities“ unterstützt die Bundesregierung Kommunen, die Digitalisierung strategisch voranzutreiben. In den kommenden sieben Jahren fließt ein Zuschuss seitens des Bundes in Höhe von 10,6 Millionen Euro. Eichenzell musste selbst auch mehrere Millionen Eigenmittel einbringen, um die Fördermittel zu erhalten.

SPD-Fraktionschef Lutz Köhler und Joachim Weber, stellvertretender Vorsitzender der BLE, begründen ihren Antrag: „Wir wollen alle digitalen Ressourcen ausschöpfen und die Entwicklung vorantreiben“, sagt Köhler. Weber ergänzt: „Es gibt so viele Technologien und Konzepte in diesem Bereich. Wir müssen insbesondere darauf achten, das Geld nicht für Technologie zu „konsumieren“ sondern langfristige Erträge mit Digitalen Produkten und Dienstleistungen Made in Eichenzell zu generieren.“ Ein in der Gemeindeverwaltung angesiedelter Digitalisierungsbeauftragter könne sich umfänglich diesen Themen widmen und würde außerdem die Mitarbeitenden der Gemeindeverwaltung entlasten.

„Letztlich kann die Installierung einer solchen Stelle sogar dafür sorgen, dass Geld gespart wird“, sagt Dirk Fischer, Fraktionsvize der SPD: „Man muss dann keine Aufträge mehr an teure Planungsbüros vergeben, sondern die Aufgaben selbst erledigen.“

Nach Meinung der beiden Fraktionen soll die Stelle auf sechs Jahre befristet sein. Bei erfolgreicher Prüfung sollen die Mittel im Haushalt 2020 berücksichtigt werden.

Bürgerliste Eichenzell gibt Wahlempfehlung für Lutz Köhler ab

Zunächst bedankt sich die Bürgerliste Eichenzell bei den Wählern die unserem Kandidaten Harald Friedrich das Vertrauen ausgesprochen und ihn gewählt haben. Wir danken auch allen Helfern und Unterstützern für ihr Engagement. Leider hat es  Harald Friedrich nicht in die Stichwahl geschafft.

Daher hat sich die Bürgerliste Eichenzell, nach Telefonaten mit den beiden übrigen Kandidaten und langen intensiven Beratungen dazu entschieden für die Bürgermeister-Stichwahl, am Sonntag, 09.02.2020, in Eichenzell, eine Wahlempfehlung für Lutz Köhler abzugeben.

„Lutz Köhler wohnt, lebt und arbeitet in Eichenzell. Er kennt die Bedürfnisse der einzelnen Ortsteile, sowie der Gesamtgemeinde schon seit vielen Jahren.“ so Gerhard Dehler, Vorsitzender der Bürgerliste Eichenzell, „Mit seiner ruhigen und ausgleichenden Art wird er es schaffen, einen anderen Umgang mit den Fraktionen untereinander zu vermitteln.

Gleichzeitig weist er eine hohe Sach- und Fachkompetenz auf, die Eichenzell als Großgemeinde voran bringen wird. Als parteiloser Kandidat besteht auch nicht die Gefahr, dass er das Amt als Bürgermeister von Eichenzell als politisches Sprungbrett benutzt.

Eichenzell braucht eine andere Politik, weg von alten verkrusteten Parteistrukturen, hin zu mehr Miteinander, mehr Transparenz und mehr Bürgerbeteiligung, wie es die Bürgerliste schon seit ihrem Bestehen fordert.

Bei den zwei verbliebenen Kandidaten, sehen wir mit Lutz Köhler die Möglichkeit diese Ziele zu erreichen und Eichenzell voranzubringen, da er nicht in Parteistrukturen verankert ist und keine Rücksicht auf irgendwelche Parteivorgaben nehmen muss.

In der Gesamtheit betrachtet halten wir von den zwei zur Verfügung stehen Kandidaten Lutz Köhler als den deutlich besseren Kandidaten für Eichenzell.

Daher rufen wir die Wählerschaft von der Großgemeinde Eichenzell auf, am Sonntag, 09.02.2020, zur Wahl zugehen und in der Stichwahl Lutz Köhler ihre Stimme zu geben.“

Gerhard Dehler

Vorsitzender der  Bürgerliste Eichenzell